Kohlrabisuppe

IMG 1956Zu den Banater Essensgewohnheiten gehörte, dass es jeden Mittag eine Vorsuppe gab. Da man davon nicht satt werden sollte, sondern nur ein appetitmachendes warmes Etwas zu sich nahm, waren die Suppen dünn (klar) und eher kalorienarm. Selbst das Nudelkochwasser mit etwas Sahne und abgeschmelzten Brotkrümeln galt als Suppe. Im Frühling war es viel einfacher eine leichte Suppe mit den jeweiligen reifen Gemüsesorten zu kochen. Das fing mit Spinat und Salat an, um dann mit frischen Erbsen, Kohlrabi, Karfiol, Tomaten, grünen Bohnen, Kartoffeln usw den ganzen Sommer über das Herz und den Magen zu erfreuen. Die Zubereitung der klaren Gemüsesuppe war immer ähnlich: Zwiebeln farblos rösten, Gemüse dazu geben und mit Flüssigkeit weich dünsten, abschmecken. Meine Mutter karamelisierte für die Erbsen- und die Kohlrabisuppe zunächst etwas Zucker und stäubte die Suppe mit wenig Mehl ab, um sie sämiger zu machen.
Heute nehmen wir Brühe statt Wasser für unsere Gemüsesuppen, wir können vielfältige, teils exotische Gemüse verwenden und die Suppen mit Zitrone und diversen Aromen verfeinern.


Zutaten
2 mittelgroße Kohlrabi
1 Zwiebel, oder ein halbes Bund Frühlingszwiebel
1 Esslöffel Butter
750ml Gemüsebrühe ( z. B. Würzl von Eden) )
100ml Schlagsahne
Zitronensaft
Salz
Petersilienblätter


Zubereitung
Kohlrabi schälen und in gleichmäßige Stifte schneiden, holzige Teile entfernen. Zwiebeln klein schneiden. Zunächst die Zwiebeln in der Butter farblos andünsten, dann Kohlrabi dazu geben und mit der Gemüsebrühe aufgießen. Die Kohlrabi bissfest kochen, 1/3 herausnehmen und den Rest weich kochen. Sahne zufügen, salzen. Mit dem Schneidstab fein pürieren, dabei aufschäumen. Mit Zitronensaft abschmecken und grob gehackte Petersilienblätter darüber streuen. Dies ist zwar keine Gemüsesuppe Banater Art, aber ungemein lecker und sehr schnell zubereitet.
Guten Appetit