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Gefülltes Kraut (Sarmale)

Nach dem Ursprung ist dieses Gericht eindeutig der rumänischen und hier wiederum der türkischen Küche zuzuordnen. Sarma kommt aus dem türkischen und bedeutet Wickel. Das Festtagsessen der rumänischen Bauern zum Beispiel bei der ruga (Kirchweih) wurde mit mamaliga gereicht.

Die Zubereitungsweise bei den Banater Schwaben differiert nur gering von der rumänischen. Der wesentliche Unterschied zu Krautwickeln oder Kohlrouladen, wie man sie in Deutschland kennt, ist das gesäuerte Kraut. Falls man die Blätter nicht selbst säuern möchte, was durchaus in einigen Tagen möglich ist, kann man vakuumverpackte Weißkohlblätter in türkischen Geschäften kaufen.

 



Zutaten

  • 1 gesäuerter Weißkohl oder Spitzkohl
  • 1 kg mildes Weinsauerkraut
  • 1 kg Hackfleisch vom Schwein
  • 5 Esslöffel Reis
  • 1 Zwiebel
  • 1 Ei
  • Salz, Pfeffer, Pfefferkörner, Paprikapulver mild
  • 2 Lorbeerblätter
  • Tomatenmark


Zubereitung

Hackfleisch mit vorgekochtem Reis oder eingeweichtem Weißbrot, Ei, feingeschnittener Zwiebel und Gewürzen (Pfeffer, Salz und Paprikapulver) zu einem würzigen Fleischteig verkneten. Die gesäuerten Kohlblätter vom harten Strunk befreien und jeweils ein hühnereigroßes Stück Fleischteig einwickeln, Seiten mit den Fingern eindrücken. So entstehen kleine Rouladen. Schichtweise in einen Kochtopf mit dickem Boden einlegen. Mit einer Schicht feinem Kraut anfangen, usw.. Lorbeerblätter und Pfefferkörner jeweils auch einstreuen. Zum Schluss 1 Löffel Tomatenmark in Wasser oder Brühe auflösen und angießen. Auf kleiner Hitze 2 Stunden kochen. Sämiger wird das Kraut, wenn man 1-2 rohe Kartoffel dazu reibt. Als Beilage passt Weißbrot, Salzkartoffeln oder die in Rumänien traditionelle mamaliga (Maisbrei). Mit Creme fraiche servieren.